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Grüne Mamba...viele weitere.

 

So habe ich eines meiner Terrarien gebaut (Holzterri):

  • Als erstes sollten Sie sich mal Gedanken machen, wie gross es werden soll und wo das Terrarium später hinkommt. Einen Plan oder eine Skizze des Terris ist sicher nicht schlecht. Die Grösse (Länge, Breite, Höhe) und Stärke (Dicke) der einzelnen Teile sollten ja am Schluss stimmen, also zusammenpassen.
  • Welches Holz man möchte und wie stabil es sein muss ist sicherlich auch ein Faktor. OSB 3 (Pressspanplatten), sowie diverse Harthölzer eignen sich hierzu bestens.
  • Ich habe mich für verschiedene Hölzer entschieden und diese zuschneiden lassen.
  • Die Lüftungslöcher habe ich selbst gebohrt und danach von Aussen mit den Lüftungsgittern zugeklebt. Danach habe ich die ganzen Hölzer angeschliffen und mehrmals mit Acrylklarlack gegen Nässe versiegelt.
  • Die Rückwand habe ich mit Styroporplatten beklebt und mit einem Teppichmesser in die Form von Felsen zugeschnitten/ modelliert. Dies könnte man aber auch mit einem Heissluftföhn machen (Vorsicht Brandgefahr).
  • Die Podeste, die später als erhöhte Liegeflächen/ Sonnenplätze für die Tiere dienen, sind aus Holz und wurden mit 2-4 Winkeln sicher an der Rückwand verschraubt. Sie tragen ja Teilweise ein rechtes Gewicht.
  • So lassen sich meiner Meinung nach am einfachsten Rückwände gestalten.
  • Als nächstes begann ich, die Rückwand mit handelsüblichem Fliesenmörtel zu bepinseln. Dies verleiht der Rückwand stabilität und lässt es einer Felswand am nächsten kommen. Den Vorgang wiederhole ich 2-5 mal je nach gewünschtem Härtegrad. 
  • Nach gutem austrocknen/ härten kurz mit ein paar verschiedenfarbigen Spraydosen die gewünschten Farbefekte erzeugen.
  • Zum Schluss versiegle ich die fertige Rückwand mit Epoxidharz. Dieser besteht aus Härter und Harz. Epoxidharz muss vor dem Gebrauch in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. Die Angaben zu den Mischverhältnissen stehen in der Packungsbeilage. Es gibt Epoxidharz in dünnflüssiger und dickflüssiger Version. 
  • Für diese Arbeit sollte man besser Handschuhe anziehen (das Zeug ist echt klebrig) und einen Atemschutz tragen (wegen der Dämpfe). Ich pinsle damit die ganze Rückwand ein und versiegle sie so komplett gegen Wasser. So könnte man auch Wasserfälle oder Tümpel basteln. Das Harz sollte danach guet aushärten.
  • Nach genügender Aushärtungszeit beginne ich damit, die einzelnen Teile zusammenzubauen. Ich benütze dazu immer stabile Winkel und verschraube so die einzelnen Teile miteinander. Man könnte auch die Seiten direkt miteinander verschrauben, man hat aber mit den Winkeln mehr Stabilität, meiner Meinung nach.
  • Den Boden des Terrariums  überziehe ich mit Teichfolie (gibt es in jedem Baumarkt). Bei Tieren, die eine gewisse Grösse und somit auch Kraft erreichen, schaffe ich zudem einen Platz, an dem ich das Wasserbecken vor dem wegdrücken oder umwerfen durch das Tier sichern kann.
  • Deckel drauf und alles anziehen.
  • In die Deckplatte habe ich vorgängig eine Tageslichtröhrenhalterung eingebaut. Ob T8 Röhrensysteme oder T5 ist etwas vom Verwendungszweck abhängig.
  • Die Wärmespots mache ich am Schluss hinein und schaffe so verschiedene Wärmezonen/ Sonnenplätze für die Tiere im Terrarium. Sie sollten immer mit Lampenkästen/ Gitterkörben geschützt sein. Dies, damit sich die Tiere an den teils sehr heissen Lampen/ Glühbirnen nicht verbrennen können.
  • Nun kann man das Terrarium nach den Bedürfnissen der Tiere einrichten. Hierbei ist etwas gestalterisches "flair" und ein gutes Auge für das Einrichten eines möglichst identischen Habitates der Tiere gefragt.
  • Die Terrarien müssen bei Giftschlangen immer überschaubar bleiben! Es ist bei Giftschlangenterrarien besonders wichtig, dass man die Tiere sehen kann, beziehungsweise genau weiss wo sich die Tiere aufhalten. So kann man auch mal kleinere Reinigungsarbeiten mit Zangen, etc. durchführen, ohne die Tiere zu entfernen oder sie nötigenfals handeln und einfangen zu müssen. Besondere Vorsicht ist bei mehreren Tieren im gleichen Terrarium geboten (Bissunfälle vermeiden).
  • Strom und Verkabelung sichern und befestigen.
  • Diese Geräte sollten in einem Feuchtterrarium sicher gegen Wasser und Feuchtigkeit geschützt werden (Herstellerangaben lesen).
  • In diesem Terrarium verwende ich einen Thermostat(Temperaturregler) welcher mittels eines Sensors ((Mess-)Fühler) im Terrarium die Wärmelampen steuert und so die Temperatur automatisch reguliert.
  • Es gibt auch die Möglichkeit, sich eine Beregnungsanlage oder einen Wasservernebler im Terrarium zu installieren, um die Feuchtigkeit zu regulieren. Für Tropenbewohner ist die Luftfeuchtigkeit besonders wichtig.
  • Ich selbst besprühe meine Feucht-/ Tropenterrarien aber von Hand mit einem Wasserzerstäuber oder einer Wasserpumpe ein. Dies kostet zwar Zeit, weil ich aber sowieso jeden Tag in meine Terrarien schaue, kann ich dabei auch gleich noch die Terrarien/ Pflanzen besprühen. Dies ist aber jedem selbst überlassen. 
  • Die Glasscheiben lasse ich mir vom Fachmann zuschneiden. Ihre Kanten lasse ich abrunden und glattschleifen. Die Dicke der Scheiben hängt von der Belastung durch das Tier, wenn es sich gegen die Scheiben stellt oder drückt, ab. Die Grösse der abzudeckenden Terrarienfront spielt ebenfals eine Rolle.
  • Für die Scheibenführung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Von normalen Führungsprofilen bis zu Rollensystemen. Es ist gar möglich, sich Fensterfronten zu kaufen und diese als Front zu verbauen. Ist natürlich immer eine Preisfrage.
  • Wichtig ist besonders bei der Gifttierhaltung aber sicherlich, dass sich das Terrarium komplett und Dicht verschliessen lässt (ausbruchsicher). Ein Schloss, welches das Terrarium von aussen verschliesst, darf ebenso nicht Fehlen.

© Michel Lüscher